Wölfe siegen im Nordderby

    Ausgerechnet im Nordderby hat der TV Lilienthal den ersehnten Befreiungsschlag in der Floorball-Bundesliga geschafft und den Anschluss an das Tabellenmittelfeld hergestellt. Nach sechs Niederlagen in Serie zwangen die Wölfe den ETV Hamburg vor 230 Zuschauern mit 6:5 (5:3, 1:1, 0:1) in die Knie; Kapitän Andre Heißenbüttel, der das Team zusammen mit Daniel von der Heyde betreut zeigte sich entsprechend glücklich: „Wir haben eine tolle Teamleistung gezeigt. Wir haben ein kampfbetontes und intensives Spiel verdient gewonnen.“

    Den Grundstein dafür legte Lilienthal mit einem furiosen ersten Drittel. Nach 44 Sekunden lagen die Wölfe zwar durch ein Tor von Moritz Albrecht schon hinten, der überragende Ole Appenrodt glich aber eine Minute später aus. Nach Silvan Zellers 2:1 für Hamburg und dem erneuten Ausgleich durch Torben Kleinhans folgte die stärkste Lilienthaler Phase. In der 17. und 18. Minute waren die Gastgeber durch zweimal Appenrodt und Daniel Bruns dreimal innerhalb von 72 Sekunden erfolgreich und führten mit 5:2, ehe Fritz Herrmann für Hamburg kurz vor der ersten Drittelpause verkürzte.

    Von da an war auf beiden Seiten eher Defensive Trumpf: Die Lilienthaler standen im Mittelabschnitt besser und ließen nur einen Treffer von Jonas Hoffmann in der 25. Minute zu. Dank des 6:4 von Rückkehrer Dennis Heike (39.), der zuletzt verletzt gefehlt hatte, hielten die Wölfe den Zwei-Tore-Vorsprung. Der Sieg kostete am Ende aber Nerven. In doppelter Unterzahl fiel der 5:6-Anschlustreffer durch Hamburgs Hoffmann in der 55. Minute, zwei Minuten vor Schluss musste dann Dreifach-Torschütze Appenrodt wegen Spielverzögerung auf die Strafbank. In Überzahl drängten die Hamburger auf den Ausgleich, doch Lilienthals Abwehr hielt Stand. „Es war ein echtes Derby mit vielen Zweikämpfen. Wir haben es über weite Strecken geschafft, ruhig zu bleiben, klug aufzubauen und gezielt Chancen herauszuspielen“, urteilte Heißenbüttel. „Defensiv haben wir uns im Laufe des Spiels gesteigert. Am Ende haben wir auch die Unterzahl als Team durchgestanden.“