Löwen zu stark für die Wölfe

    Der Deutsche Floorball-Meister hat den TV Lilienthal im Kampf um die Bundesliga-Playoffs ausgebremst und die Lilienthaler in der Tabelle erst einmal abgehängt. Die Wölfe unterlagen Titelverteidiger MFBC Leipzig am Samstagabend mit 4:8 (2:4, 1:0, 1:4), verteidigten Playoff-Platz Sechs aber mit einem Punkt Vorsprung auf die Unihockey Igels Dresden. “Leider hatten wir keinen guten Tag, aber der Kampf um die Playoffs geht noch weiter”, resümierte Tobias Melde nach Spielende.

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    Es war in erster Linie die Finnen-Fraktion in den Reihen der Leipziger, die Lilienthal den Zahn zog. Henrik Koivistoinens Doppelpack in der 4. und 5. Minute brachte den Meister in Front, Atte Ronkanen (6.) und Nationalspieler Peter Dietel (16.) erhöhten mit ihren Treffern auf 4:0 und ließen für Lilienthal Schlimmstes befürchten. Die Wölfe kamen aber zurück in die Partie: André Heißenbüttel und Dennis Heike verkürzten in der 18. Minute auf 2:4. Nach einem starken Mitteldrittel war das Spiel sogar wieder völlig offen. Lilienthal überstand erst zwischen der 25. und 27. Minute eine Unterzahl, ehe Mark Oliver Bothe in der 33. Minute das 3:4 gelang. Leipzig erwies sich im Schlussabschnitt allerdings als zu clever. In der 46. Minute nutzte Toni Lehtinen eine erneute Überzahl zum 5:3 für den MFBC, 36 Sekunden später schoss Koivistoinen das 6:3. Alexander Seitz brachte die weiter nach vorne spielenden Lilienthaler in der 47. Minute mit einem verwandelten Penalty noch einmal heran; Ronkanen und Lehtinen besorgten aber in der 52. und 55. Minute das 7:4 und 8:4. Am Ende mussten die Wölfe froh sein, dass es nicht noch höher wurde: Zwischen der 57. und 60. Minute spielten die Gastgeber in Unterzahl, eine Minute davon mit nur drei Feldspielern, verhinderten jedoch weitere Gegentreffer. “Die ausländischen Verstärkungen sind schon krass. Wir haben uns aber auch zu leicht in den ersten Minuten verunsichern lassen und dadurch Fehler produziert, die eiskalt ausgenutzt wurden.”, analysierte Kapitän Heißenbüttel. “Nun haben wir erstmal zwei spielfreie Wochen, in denen wir noch einmal an allen Stellschrauben drehen können. Danach geht es in die letzten fünf Ligapartien, die wir erfolgreich zur Playoff-Qualifikation nutzen möchten.”

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