Lilienthaler Wölfe weiter auf Platz Vier

    Die Floorball-Herren des TV Lilienthal haben im Kampf um die Playoffs Platz Vier in der Bundesliga behauptet, konnten den phänomenalen Lauf des ETV Hamburg aber nicht stoppen. Am Doppelspieltag am vergangenen Wochenende gewannen die Wölfe erst in eigener Halle gegen Schlusslicht Unihockey Igels Dresden mit 9:6 (3:0, 2:2, 4:4), unterlagen dann aber bei den glänzend aufgelegten Hamburgern mit 5:10 (2:5, 3:1, 0:4). „Bei Hamburg klappt im Moment einfach alles. Sie werden ziemlich sicher in die Playoffs kommen“, stellte Lilienthals Trainer Andreas Blankenstein fest: „Aber in beiden Spielen haben wir nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Die drei Punkte sind wichtig, trotzdem müssen wir uns in vielen Dingen noch verbessern.“

    img_0882-aHauptkritikpunkt war die Chancenverwertung, die gegen Dresden extrem schwach war. Marc Lubes und Ole Appenrodt sorgten zwar nach fünf Minuten binnen vier Sekunden für ein 2:0, doch nach dem dritten Treffer durch Appenrodt (8.) ließen die Wölfe einige Möglichkeiten aus. Das 4:0 durch Daniel von der Heyde (26.) beantwortete Dresdens Christoph Grune in der 32. Minute in Überzahl mit dem ersten Gäste-Tor. André Heißenbüttel erhöhte zwar wieder (35.), Marcel Schulze antwortete für Dresden aber mit 2:5. Weil Lilienthal vor dem Tor auch weiterhin zu viel liegen ließ, wurde es im Schlussabschnitt noch einmal spannend. Nach Dresdner Toren durch Cedric Winkler (43.) und Sven Wendorff (51.) und Wölfe-Treffern von Lubes (47.), Appenrodt (52.) und Mark Oli Bothe (54.) stand es zwar 8:4, die Igels kamen aber durch Filip Altmann (54.) und Erik Schuschwary im Powerplay (59.) noch einmal auf 6:8 heran. Lubes machte mit seinem dritten Tor in der Schlussminute dann jedoch alles klar. „Es hätte höher ausfallen müssen“, meinte Blankenstein: „Gegen stärkere Gegner könnten sich diese schlampigen Abschlüsse rächen.“

    Den Beweis gab es einen Tag später in Hamburg. Der Tabellenzweite war in einem kampfbetonten Spiel zu clever und siegte am Ende nicht unverdient. Silvan Zeller (6.) brachte den ETV in Front, Dennis Heike glich sechs Minuten später aus. Marco Neumann (13.) und Felix Volmari (15.) sorgten für ein Hamburger 3:1, und nach dem zweiten Lilienthaler Tor durch Tobias Melde (15.) bauten Björn Kappel (17.) und Mathis Wittneben (20.) die Führung der Hausherren auf 5:2 aus. Das zweite Drittel gehörte dann den Lilienthalern. Marc Lubes (22.) und Mark Oli Bothe in Überzahl (33.) brachten die Wölfe auf 4:5 heran. Nachdem Timo-Toumas Koivisto wieder für Hamburg erhöht hatte, gelang Bothe der erneute Anschlusstreffer. Lilienthal brachte sich aber selbst um den Lohn der Arbeit. In der 47. Minute musste Tobias Melde auf die Strafbank, Tomas Kasemets nutzte die Überzahl zum 7:5 (49.). Nur anderthalb Minuten später unterlief den Lilienthalern ein Eigentor zum 8:5, und die Partie war fast schon gelaufen. Danach brachten die Gäste nicht mehr viel zustande, stattdessen machten Koivisto (53.) und Neumann (54.) das Ergebnis zweistellig. „Wir waren nicht gut genug, um Hamburg zu gefährden, so einfach ist das manchmal“, meinte Blankenstein.

    Die Fotos zum Spiel gegen die Unihockey Igels Dresden