Wölfe erzwingen Entscheidungsspiel, aber verlieren Playdowns

    Die Floorball-Herren des TV Lilienthal haben am Wochenende zwar den zweiten Sieg ihrer Bundesliga-Geschichte eingefahren, die Playdown-Serie gegen BAT Berlin aber verloren. In der Hauptstadt gewannen die Wölfe zunächst Spiel zwei der Best-of-Three-Serie mit 6:4 (0:0, 2:1, 4:3), unterlagen aber gestern in der entscheidenden Partie mit 8:13 (0:6, 3:0, 5:7) und treffen nun im Duell auf Platz sieben auf die Floor Fighters Chemnitz. „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, wir haben noch einmal alles rausgeholt“, meinte TVL-Coach Andreas Blankenstein: „Am Ende hat uns ein Drittel um alles gebracht, das ist ärgerlich.“

    Obwohl die Serie letztlich nicht unverdient verloren ging, präsentierten sich die Lilienthal im Vergleich zum 5:15-Debakel gegen den gleichen Gegner eine Woche zuvor wie ausgewechselt. Vor allem in der Defensive arbeiteten die Wölfe in Spiel zwei am Sonnabend hochkonzentriert. Ole Appenrodt (31.) und Andre Kimmig (33.) brachten Lilienthal im Mittelabschnitt in Führung, Henk Nass verkürzte fünf Minuten später für Berlin.

    Im Schlussdrittel wurde es ein Krimi: Erst erhöhte Björn Lubes auf 3:1 (42.), dann glich BAT durch Helge Heitmann (44.) und Christian Keil (46.) aus. Andre Heissenbüttel brachte Lilienthal in der 50. Minute erneut in Führung, Nass antwortete nach 54 Minuten mit dem 4:4. Dank der späten Tore von Tobias Melde (55.) und Alexander Seitz (57.) siegte der TVL am Ende aber doch mit 6:4 und erzwang ein drittes Spiel.

    Das wiederum war dann nach einem ganz schwachen Start schnell gelaufen. Heitmann mit einem Viererpack (1./3./10./16.), Marco Erfurth (17.) und Kai Inkinen (18.) brachten Berlin schon im Anfangsdrittel mit 6:0 in Front und erstickten die Lilienthaler Hoffnungen im Keim. „Es ist nicht das erste Mal, dass uns so was passiert, dagegen hilft keine Taktik der Welt“, fluchte Blankenstein, dessen Schützlinge aber danach große Moral bewiesen. Tobias Melde (28.), Fabian Diaz de Amas und Niklas Krieger (beide 32.) verkürzten im zweiten Drittel auf 3:6, Berlin ließ jedoch nichts mehr anbrennen. Zweimal Jan Kratochvil (beide 44.), Keil (44.) und Inkinen (45.) sorgten für ein beruhigendes 10:3. Auf der Zielgeraden tobten sich beide Offensivreihen noch einmal ordentlich aus: Melde (48.), Krieger (54.), Appenrodt (56.), von der Heyde (56.) und Heissenbüttel (57.) trafen noch für den TVL, Heitmann (50./59.) und Piegert für BAT Berlin. „Ich denke, wir haben einen guten Eindruck hinterlassen“, resümierte Blankenstein: „Ich bin zuversichtlich, dass wir uns nun gegen Chemnitz durchsetzen werden.“