TV Lilienthal empfängt den amtierenden Deutschen Meister

    Der TV Lilienthal verabschiedet sich am Sonnabend in großem Stil aus der regulären Saison der Floorball-Bundesliga. Um 18 Uhr erwartet der Tabellenletzte in der Schoofmoorhalle keinen geringeren als den amtierenden Meister Red Devils Wernigerode – und das Spiel wird für beide zur echten Wundertüte. “Ich weiß selbst nicht, was da am Ende rauskommt”, meint Wölfe-Coach Andreas Blankenstein: “Für beide geht es in der Tabelle um nichts mehr, aber beide können ganz ordentlich mit dem Schläger umgehen: Das könnte ein Floorball-Fest ohne Zwänge werden.”

    Aber dieses Mal hoffentlich eines, bei dem die Lilienthaler eine etwas prominentere Rolle spielen als bei der 7:20-Packung in der vergangenen Woche in Weißenfels. “Ich erwarte von der Mannschaft eine Reaktion”, sagt Blankenstein: “Die Weißenfels-Pleite war die logische Konsequenz, nachdem wir zuletzt konstant abgebaut haben.” Dass sein Team gegen die ebenfalls torhungrigen Wernigeroder erneut zum Sparringspartner wird, glaubt der Trainer nicht: “Die Stimmung in dieser Woche war schon eine andere. So abgedroschen das klingt: Ich habe das Gefühl, dass alle verstanden haben, worum es geht.”

    Gegen Wernigerode geht es, neben einem guten Heimauftritt, vor allem darum, sich für die anstehenden Playdowns einzuspielen. Dort trifft Lilienthal in einer Best-of-three-Serie mit hoher Wahrscheinlichkeit ab dem Wochenende 10./11. März auf die SG BAT Berlin – die einzige Mannschaft, gegen die die Wölfe bislang in der Liga gewinnen konnten. “Dafür müssen wir noch einige Abläufe optimieren”, meint Blankenstein: “Gegen Wernigerode haben wir dazu hoffentlich Gelegenheit.”

    Das könnte auch deshalb klappen, weil die Gäste aus dem Harz ebenfalls unter Wettbewerbsbedingungen testen werden. Der Meister, der mit Lilienthal im Hinspiel erhebliche Schwierigkeiten hatte, wird einiges für das Playoff-Halbfinale gegen Leipzig, die Neuauflage des Vorjahres-Finals, ausprobieren. “Von daher”, meint Blankenstein, “sitzen wir im selben Boot.”