TVL unterliegt Weißenfels deutlich

In ihrem letzten Auswärtsspiel der Vorrunde haben die Floorball-Herren des TV Lilienhal ein Debakel erlebt und die höchste Pleite ihrer noch jungen Bundesliga-Geschichte kassiert. Beim Rekordmeister UHC Sparkasse Weißenfels unterlagen die Wölfe nach katastrophaler Defensiv-Leistung mit 7:20 (2:8, 4:5, 1:7) und gehen nun als Letzter in die Abstiegsrunde. „Eigentlich sind sieben Tore in Weißenfels ja aller Ehren wert“, meinte Trainer Andreas Blankenstein: „Aber dass wir hier 20 Stück kriegen ist schon ziemlich peinlich.“

Das Defensiv-Desaster war auch der offensiven Taktik der Lilienthaler geschuldet, die dem Tabellenführer mit offenem Visier entgegen traten und ein ums andere Mal dafür bestraft wurden. Schon nach acht Minuten stand es 4:0 für Weißenfels, nach den Treffern von Andre Heissenbüttel (9.) und Niklas Krieger (11.) zum 1:4 und 2:5, drehten die Gastgeber weiter auf und erhöhten schon bis zur ersten Pause auf 8:2. Zumindest im Mittelabschnitt konnte der lauf- und kampfstarke Aufsteiger mithalten: Durch einen Dreierpack von Mark Oli Bothe (21./38./39.) und das Tor von Tobias Melde (26.) entnervten die Wölfe zumindest die Weißenfelser Goalies – was jedoch nichts daran änderte, dass die Hausherren selbst fünf weitere Male zuschlugen und bereits nach 40 Minuten 13: führten.

Auch das letzte Drittel bot den zahlreichen Zuschauern noch einmal bestes Floorball-Spektakel, leider nur auf einer Seite. Nach Meldes zweitem Tor zum 7:13 (41.) tobten sich die Weißenfelser noch einmal richtig aus und erzielten bis zur 54. Minute binnen elf Minuten sieben weitere Treffer zum 20:7. „Das sieht auf der Anzeigetafel schon kurios aus“, fand Blankenstein, der allerdings am besten weiß, dass der Klassenerhalt in dieser Form kaum zu realisieren ist. „Natürlich war das heute ein kolossaler Untergang, da gibt es nichts schönzureden. 20 Gegentore gehen gar nicht – das wissen die Jungs aber auch. Trotzdem, auch wenn es komisch klingt, habe ich hier auch viel Positives gesehen. In den Playdowns zeigen wir ein anderes Gesicht.“

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