Dresden dominiert die Lilienthaler Wölfe

Die „Tschechen-Fraktion“ der Unihockey Igels Dresden hat die Floorball-Herren des TV Lilienthal am späten Sonnabend fast allein erledigt und die Wölfe in noch größere Nöte gestürzt. Die Dresdner gewannen das Duell der Bundesliga-Aufsteiger gegen deutlich zu „grüne“ Gäste verdient mit 11:5 (3:0, 3:1, 5:4) und können sogar von den Playoffs träumen – in Lilienthal dagegen ist die Ernüchterung groß. „Wenn wir uns so ungeschickt anstellen, haben wir bei einem Team wie Dresden keine Chance“, fluchte Trainer Andreas Blankenstein: „Man muss klar sagen: Die sind weiter als wir.“

Allerdings machte Lilienthal den Gegner wie so oft selbst stark. Nach fünf Minuten nutzte Jiri Horac einen Ballverlust der Wölfe zum 1:0, drei Minuten später reichte Horac eine simple Körpertäuschung, um frei zum Schuss zu kommen und auf 2:0 zu erhöhen. Nach dem 3:0 durch Daniel Hulic in der 14. Minute konnten die Sachsen beruhigt in die erste Pause gehen, danach machten sie im gleichen Rhythmus weiter. In der 27. Minute zog Leos Tucek vom Bullypunkt direkt vor das Tor und vollstreckte zum 4:0, Christopher Grune gelang in der 36. Minute das 5:0, ehe Tobias Melde in der 40. Minute zum ersten Lilienthaler Tor in den linken Torwinkel traf. Dresden ließ sich davon nicht beirren: Tomas Vrana antwortete im Gegenzug mit dem 6:1, und die Partie war entschieden. Im Schlussabschnitt tobten sich beide Offensivreihen noch einmal aus: Erst war Marc Lubes (46.) für Lilienthal erfolgreich, dann zweimal Daniel Hulic (46./48.) für Dresden. Nach einem Igels-Eigentor und Meldes zweiten Treffer waren die Wölfe zumindest noch einmal auf 4:8 dran, in den Schlussminuten folgte jedoch der negative Höhepunkt. In eigener Überzahl kassierten die Lilienthaler in der 59. Minute gleich drei Gegentreffer durch Gruhne, Horac und Erik Schuschwary, Lubes gelang in 25 Sekunden vor dem Ende nur noch das 5:11. „Dresden war heute zu stark für uns“, gestand Blankenstein, „oder wir zu schwach für Dresden.“

Die Videozusammenfassung: