Remo Hubacher und Daniel von der Heyde im Interview

    Die Lilienthaler Wölfe spielen ihre beste Saison seit dem Aufstieg in die 1. Floorball Bundesliga 2011. In der regulären Saison 2015/2016 konnten sie in 18 Spielen 16-mal als Sieger vom Platz gehen und mit 46 von möglichen 54 Punkten den zweiten Tabellenplatz hinter Rekordmeister UHC Weißenfels sichern. Dieser zweite Platz bedeutet die direkte Qualifikation für das Playoffs-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft.

    Im Vorfeld auf das Halbfinale, welches am 30. April/1. Mai und am 7./8. Mai in einer Best-of-Three-Serie stattfinden wird (Spiel 2 und ggf. 3 werden auf jeden Fall in der Schoofmoorhalle Lilienthal am 7./8. Mai um 18 bzw. 16 Uhr ausgetragen), stehen uns die beiden Trainer Remo Hubacher und Daniel von der Heyde für ein Interview über die vergangene Saison und einen Ausblick auf die Playoffs-Phase zur Verfügung.

     

    Hallo Remo und Daniel!

    Zuerst einmal: Herzlichen Glückwunsch zu dieser fantastischen Saison und der direkten Qualifikation für das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft 2015/2016! Ihr müsst unheimlich glücklich und stolz sein, richtig?

    Remo: Vielen Dank für die Glückwünsche! Ja! Ich bin wirklich sehr glücklich und stolz über den bisherigen Saisonverlauf. Was die Jungs Woche um Woche sowohl im Training, als auch in den Spielen abliefern ist wirklich beeindruckend.

    Daniel: Danke! Was das Team in den 18 Spielen geleistet hat ist außergewöhnlich. In jedem einzelnen Spiel wieder die bestmögliche Leistung abzurufen, immer alles geben zu wollen und dabei einen solchen Spaß zu haben, das macht uns natürlich stolz. Dennoch geht die Saison ja nun quasi noch einmal von vorne los.

     

    Was war für euch der Schlüssel zum Erfolg in dieser fast makellosen Saison? Immerhin seid ihr erst seit dieser Saison gemeinsam als Trainerteam an der Arbeit.

    Remo: Der Erfolg basiert auf vielen kleinen Bausteinen. Durch den frühen Klassenerhalt im Frühjahr 2015 haben wir den Sommer sehr effektiv genutzt. Hierfür hat unser Physiotherapeut Michael Rothgeber eine unglaubliche Arbeit geleistet. Seine Ausarbeitung einer perfekten physischen Vorbereitung sowie die individuelle Betreuung jedes Spielers haben einen enormen Faktor für den Erfolg. Zudem haben wir mit 24 Feldspieler und 4 eingesetzten Torhüter einen sehr breiten Kader mit einem gewohnt großen Zusammenhalt. Die einzelnen Verstärkungen sind natürlich auch ein Baustein unseres Erfolges. Weiter ist ein solcher Erfolg auch nur möglich, wenn man einen breiten Betreuerstab hat. Hier kriegen Daniel und ich Woche für Woche perfekte Unterstützung. Natürlich haben wir auch noch an einigen Schrauben im spieltechnischen Bereich sehr erfolgreich drehen können.

    Daniel: Zudem haben wir uns in vielen Punkten organisatorisch besser aufgestellt und versuchen tagtäglich so viel wie möglich in allen Bereichen herauszukitzeln. Auch wenn es die erste Saison als gemeinsames Trainerteam ist, haben wir uns schnell gefunden und kannten uns ja auch schon vorher. Da passte es von Anfang an.

     

    „Fast makellos“ heißt, es gibt noch Verbesserungspotenzial bzw. kleinere Baustellen. Wo können sich die Lilienthaler Wölfe noch verbessern? Wie viel „Luft ist noch nach oben“ um in bildlicher Sprache zu sprechen?

    Daniel: Es gibt immer Verbesserungspotenzial. Genau darum geht es für uns ja, dieses zu finden und zu nutzen. Die Spieler wissen aktuell ziemlich genau, wo wir uns noch verbessern müssen um weiterhin erfolgreich zu sein. Welche Punkte genau das sind, werde ich hier nicht nennen.

     

    Nur der UHC Weißenfels konnte in dieser Saison nicht geschlagen werden. Gegen alle anderen Teams gingen die Lilienthaler erfolgreich nach Abpfiff vom Feld. Woran lag’s beim Rekordmeister?

    Remo: Weißenfels spielt eine überragende Saison. Wir waren in beiden Spielen chancenlos. Die Qualität im Kader und wie sie Ihr Spiel bis zur letzten Sekunde durchziehen ist schon beeindruckend. Dies könnte auch eine Erklärung für die extrem hohen Resultate gegen jeden Gegner sein.

     

    Richten wir nun unseren Blick nach vorne. Die reguläre Saison ist nun abgeschlossen und es wird wieder auf Null gestellt.  Gibt es von euch, der Mannschaft oder dem Verein ein konkretes Ziel für die Playoffs? Ist das Finale jetzt Minimum?

    Remo: Unser Ziel ist auf jeden Fall das erste Playoff Halbfinal Spiel erfolgreich zu bestreiten. Alles Weitere werden wir dann nach diesem Spiel besprechen. Wir sind diese Saison ganz gut gefahren immer nur von Spiel zu Spiel zu denken.

     

    Das zweite und ggf. dritte Halbfinalspiel werden am Samstag und Sonntag, den 7. und 8. Mai, in der Schoofmoorhalle Lilienthal ausgetragen. In den Jahren zuvor hatten die Lilienthaler Wölfe nie das „Heimrecht“ und mussten die entscheidenden Spiele 2 und 3 auswärts bestreiten. Ist die Konstellation in diesem Jahr nun besser oder bevorzugt ihr keine der beiden Varianten?

    Remo: Diese Situation ist der Lohn für unsere gute Saison. Das Heimrecht ist auf jeden Fall immer von Vorteil, falls eine Serie über 3 Spiele gehen sollte.

    Daniel: Wir haben ja zum Glück sehr reisefreudige Fans, so dass wir auch in Spiel 1 bereits auf Heimspielatmosphäre hoffen.

     

    Zu guter Letzt: Warum sollten alle Leute aus Lilienthal und Umgebung am Samstag, 7. Mai, um 18:00 Uhr in die Schoofmoorhalle Lilienthal strömen? Was erwartet uns?

    Remo: Erstmal möchte ich mich bei allen treuen Zuschauer bedanken, die während der gesamten Saison unsere Spiele zahlreich besucht haben. Vielen Dank dafür! Die Playoffs sind jetzt der Nachtisch für uns alle. Unsere Vorbereitung auf das Halbfinale läuft bereits seit Ende März. Wir wollen den Zuschauern tolle, packende Spiele liefern. In solchen Finalspielen kann der Heimvorteil das Zünglein an der Waage sein. Daher erhoffen wir uns eine volle Hütte mit maximaler Unterstützung.

    Daniel: Weil es ein Halbfinale ist. Es erwartet uns alle ein hochklassiges und spannendes Floorballspiel, das sich Fans und Mannschaft redlich verdient haben. Wir zählen auf jeden Lilienthaler, der bereit ist uns beim Einzug in das Finale zu unterstützen.

     

    Vielen Dank für Eure Zeit und das Interview. Weiterhin viel Erfolg bei Eurer Arbeit!