Wölfe nach Hinrunde auf Platz 6

    Auch nach dem Doppelspieltag in der 1. Floorball Bundesliga der Herren und den Abschluss der Hinrunde bleibt es spannend. Nach einem Sieg gegen die Unihockey Igels Dresden und einer Niederlage gegen die Red Hocks aus Kaufering bleiben die Lilienthaler Wölfe weiterhin auf Platz 6 und damit in den Playoff-Rängen. Der Vorsprung auf Platz 7 konnte von einen auf zwei Zähler ausgebaut werden.

    Am Samstag kamen die Unihockey Igels Dresden nach Lilienthal. Der bis dahin Tabellenvierte zeigte einen starken Saisonstart und stand zwischenzeitlich sogar auf Rang 1 und 2 der Tabelle. Im Duell mit den Lilienthaler Wölfen zeigte sich ein spannender und knapper Spielverlauf. Beide Teams starteten gut in die Partie und zeigten sich sehr konzentriert. Gute Defensivarbeiten und schnelle Konter sollten die ersten Tore bringen. Dabei gelang den Gästen das erste Tor, welches erst im Ende des ersten Drittels von Kapitän André Heißenbüttel beantwortet werden konnte. Mit einem 1:1-Unentschieden gingen die Mannschaften in die Drittelpause. Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts konnten die Wölfe zum ersten Mal in Führung gehen. Tobias Melde erzielte bereits in der 4. Minute im zweiten Drittel die 2:1-Führung. “Doch danach fielen wir in ein kleines Loch. Auf einmal agierten wir unkonzentriert und ließen zu viel Abstand zu unseren Gegenspielern”, analysiert Dennis Heike nach der Partie. Die Gäste aus Dresden tankten neue Hoffnung und glichen durch zwei Distanzschüsse innerhalb von zwei Minuten nicht nur aus, sondern gingen auch wieder mit 3:2 in Führung. Danach fingen sich die Wölfe und fanden zur alten Spielstärke wieder. Zur Belohnung erzielte Mark-Oliver Bothe in der 34. Minute das 3:3. Im Schlussabschnitt agierten die Teams lange Zeit taktisch und zurückhaltend. Erst in der 52. Minute fand Jan Paul Gersdorf eine entscheidende Lücke zu Ole Appenrodt, welcher zur 4:3-Führung einnetzte. Zwei Zeitstrafen auf Dresdener Seite wurden im Anschluss nicht verwandelt und für eine Vorentscheidung genutzt. Somit ging es mit höchster Spannung in die letzten Minuten. Dresden ersetzte nach einer Auszeit seinen Torhüter gegen einen sechsten Feldspieler und baute großen Druck in der Lilienthaler Hälfte auf. Nach einer versprungenen Ballannahme konnte Alexander Seitz jedoch auf 5:3 ins leere Tore erhöhen – von Erleichterung konnte jedoch noch keine Rede sein. Nur eine Minute später erzielte Erik Schuschwary für die immer noch in Überzahl spielenden Gäste den 5:4-Anschlusstreffer. Die letzten 90 Sekunden wurden zum Nervenkrimi. Die Abwehr der Wölfe hielt jedoch dem Druck stand und Tobias Melde, späterer Best Player auf Lilienthaler Seite, konnte eine Sekunde vorm Schlusspfiff noch auf 6:4 erhöhen. Mit diesem Erfolg überholen die Wölfe die Igels.

    Am nächsten Tag folgte gleich die nächste Partie. Diesmal bekamen es die Wölfe mit dem Aufsteiger VfL Red Hocks Kaufering zu tun. Die Bayern waren einen Tag zuvor in Weißenfels mit 0:12 untergegangen, aber hielten ihren zweiten Tabellenplatz weiterhin bei. Hochmotiviert und mit viel Tempo gingen die Gäste in die Partie. Die Wölfe konnten leider nicht den Schwung aus dem Sieg am Vortag von Anfang an mitnehmen und gerieten schnell durch eigene Fehler unter Druck und in Rückstand. Bereits nach 3 Minuten führten die Gäste mit 0:1. Ein Powerplay für die Lilienthaler Herren in der 6. Minute sollte zum Knackpunkt der Partie werden. Statt des Ausgleichtreffers konterten die Gäste die Wölfe gleich zweimal in Unterzahl aus und erhöhten auf 0:3. Das 0:4 eine Minute vor Ende des ersten Drittels schickte beide Mannschaften in die Kabinen. Im zweiten Abschnitt zeigten sich der TVL zwar sowohl in der Defensive als auch in der Offensive stabiler als in den ersten zwanzig Minuten, dennoch sorgten erneute Fehler im Aufbauspiel und eine Unterzahl für zwei Treffer Kauferinger. Mit 0:6 beendeten beide Mannschaften das Mitteldrittel. Die späte Aufholjagd im letzten Drittel kam nur schwer in Gang, dennoch keimte kurz Hoffnung nach zwei Treffern in der 48. und 50. Minute durch Heike und Bothe auf. Der Druck auf die Gäste konnte erhöht und zahlreiche Torchancen generiert werden, jedoch fand der Ball nicht den Weg ins gegnerische Tor. Der 2:7-Treffer vom Best Player Tino von Pritzbuer sollte den verdienten Sieg der Gäste besiegeln. Die Lilienthaler Wölfe werden nun vor allem an den individuellen Fehlern arbeiten müssen und die Partie präzise aufarbeiten. Bereits am Samstag geht es zum Start der Rückrunde nach Kaufering. Eine Revanche ist also innerhalb einer Woche möglich.

    Großer Verlierer des Doppelspieltags sind die Unihockey Igels Dresden. Mit zwei Niederlagen wurden sie von Platz 4 auf Platz 7 durchgereicht – auch dank des Sieges der Lilienthaler am Samstag. Damit bleiben die Wölfe weiterhin auf dem Playoff-Platz 6 und haben mit 14 Punkten nun zwei Zähler Vorsprung auf die Dresdener. Der UHC Weißenfels kann mit souveränen 24 Punkten (von 27 möglichen) die Herbstmeisterschaft feiern.

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