Letztes Ligaspiel in 2011 gegen den ETV

    Der letzte Bundesliga-Auftritt des Jahres ist für die Floorball-Herren des TV Lilienthal ein ganz spezieller: Am Sonnabend kommt der ETV Hamburg zum Nord-Duell – es ist ein Derby mit kuriosen Vorzeichen. Während Schlusslicht Lilienthal trotz „Ergebniskrise“ (Trainer Andreas Blankenstein) die Ruhe bewahrt, steigt in Hamburg nach drei Pleiten in Serie der Duck enorm. „Das ist eine Mannschaft mit Playoff-Ambitionen“, erklärt Blankenstein: „Wenn die auf Platz sechs steht, ist das extrem unbefriedigend.“ Deshalb setzt Blankenstein, der mit den Wölfen selbst zuletzt sogar achtmal in Folge verloren hat, vor dem Nachbarschaftsduell auf umgekehrte Psychologie: „Auch wenn wir Letzter sind: Der Druck liegt bei Hamburg. Wenn wir das Derby verlieren, ist alles normal gelaufen – wenn Hamburg verliert, ist das eine mittelschwere Blamage.“

    Die Chancen für eine Sensation stehen für Lilienthal gar nicht einmal schlecht. In Leipzig brachte Blankensteins Team zuletzt den Vizemeister an den Rand der Niederlage, und Gegner Hamburg steckt in der Krise. Und die Wölfe haben nach 4:12 im Hinspiel, der schwächsten Saisonleistung, einiges wiedergutzumachen. „Vielleicht kommt uns die Hinspielpleite sogar entgegen – wenn Hamburg uns jetzt unterschätzt“, glaubt der Wölfe-Coach, der auch für den Fall einer erneuten Heimniederlage nicht von seinem Kurs abrücken will. „Es wäre schön, wenn wir mal wieder gewinnen, aber unterm Strich zählt für mich, dass wir uns als Team weiterentwickeln. Und da sind wir auf dem richtigen Weg.“