TVL überzeugt in Dresden und scheidet trotzdem aus den Play-Offs aus

    Dresden. Nachdem schon am vergangenen Wochenende das Heimspiel in Lilienthal in der Play-Off-Serie „best of three“ mit einer Niederlage endete, konnte der TVL auch auswärts keinen Sieg erringen. Mit einem Endstand von 7:5 mussten die Lilienthaler sich von den „Unihockey Igels Dresden“ verabschieden.  Vor einer eingefleischten Kulisse von gut 100 Dresdener Fans stand eine schwere Prüfung bevor. Die Zeit von März bis April ist  eine undankbare Zeit für Punktspiele einer sehr jungen Mannschaft. Wenn dann neben den Abiturvorbereitungen mehrerer Spieler auch noch berufliche Verpflichtungen hinzukommen, kann es passieren, dass vor dem wichtigsten Saisonspiel plötzlich nur noch 9 Feldspieler zur Verfügung stehen. Da beide etatmäßigen Torhüter ausfielen, kam noch hinzu, dass der Führungsspieler Marc Lubes, der aber auch als talentierter Goalie gilt,  das  Tor hüten musste.

    Wie im Hinspiel gab es in den ersten 8 Minuten erst einmal eine kalte Dusche. Ruckzuck lag der TVL 4:0 zurück. Erst in der 14. Minute konnte Mark-Oli Bothe nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte sich in einem sehenswerten Dribbling bis weit vors Dresdener Tor vorkämpfen. Ein geschlenzter Schuss verwandelte dann das 4:1. Außer einem Schlägerbruch von  André Heißenbüttel hatte das 1. Drittel keine zählbaren Erfolge mehr aufzuweisen.

    Ein Fehlpass von Lisa Entelmann leitete dann das 5:1 ein. Eine kurze Konfusion der auf Angriff eingestellten TVL-Spieler nutzen die Igels in gekonntem Kurzpassspiel zum schnellen Abschluss aus. In der 28. Minute wurde ein Eigentor durch Niklas Krieger notiert (6:1). In der 35. Minute erkämpfte Dennis Heike den Ball in der eigenen Hälfte. Niklas Krieger und Mark-Oli Bothe starten zu einem blitzschnellen Konter. Nach schönem Doppelpassspiel kann Verteidiger Mark-Oli Bothe den Treffer zum 6:2 landen. Zwei Minuten später ist es aber der Dresdener Marcel Schulze, der den Ball über Marc Lubes, der sich zum Abwehrversuch weit aus seinem Kasten heraus gewagt hatte und dann bereits auf dem Rücken lag, hinweglupfte. Zwei Minuten vor der 2. Pause ist es erneut Bothe, der  auf Vorlage von André Heißenbüttel einen Spalt zwischen Torhüter und Pfosten findet, und zum 7: 3 verkürzt.

    Im letzten Drittel folgte das für die Lilienthaler beste aller Sechs gegen die Igels absolvierten. Zu dem ohnehin großen Willen, sich als würdiger Gegner zu beweisen, kam die Wut, dass schon wieder der Anfang der Partie verschlafen wurde. Der TVL hatte die Partie in diesem Spielabschnitt komplett im Griff und spielte sich eine Menge Chancen heraus. Nach einem Ballgewinn in der 49. Spielminute spielte der überragende Mark-Oli Bothe einen feinen Pass in den Lauf des durchgestarteten Dennis Heike. Dieser umkurvte den Goalie und schob zum 7:4 ein. Nun war noch mal richtig Feuer in der Partie. Die Zuschauer erzeugten eine tolle Stimmung, die auch den TVL noch weiter nach vorne trieb. Es entwickelte sich ein hin und her auf beide Tore was für die Lilienthaler immer wieder hochkarätige Chancen mit sich brachte. Leider blieben zu viele ungenutzt und ermöglichten auch den Gastgebern immer wieder Konterchancen, die aber ebenfalls ungenutzt blieben. Nach einem Freischlag in der 58. Minute erzielte der TV Lilienthal zwar noch das 7:5 durch André Heißenbüttel, konnte aber in der Folge keine weiteren Chancen mehr ausnutzen.

    Natürlich waren alle Spieler hochzufrieden mit dem unter den erschwerten Bedingungen erzielten Resultat, auch wenn am Ende sogar noch mehr drin war! Die erneute verschlafene Anfangsphase war wieder mal der Knackpunkt. Erst danach wachte die Mannschaft auf und war von dem Zeitpunkt an sogar überlegen. Das Team ließ die Saison nach dem Spiel noch gebührend in einem angesagten Dresdner Nachtclub ausklingen und belohnte sich damit selbst für die erbrachte Leistung.

    TV Lilienthal:

    [T] Marc Lubes, Frank Brinkmann, Lisa Entelmann, Nils Frese, Niklas Krieger (0; 1), André Heißenbüttel (1; 1), Mark Oli Bothe (3; 1), Alexander Seitz, [C] Dennis Heike (1; 1), Daniel von der Heyde