TVL geht im Pokalspiel im 3. Drittel unter

    Lilienthal. Knapp 70 Zuschauer hatten sich in der Schoofmoorhalle eingefunden, um den Fortgang des Pokalwettbewerbes zu beobachten. Der ETV konnte mit “breiter Brust” antreten, war es der Mannschaft doch am Vortag in der Bundesliga gelungen, dem Rekordmeister UHC Weißenfels nach mehr als drei Jahren die erste Niederlage zuzufügen. Der TVL musste auf den Stammtorhüter Ralf Hallerstede verzichten, weiterhin fehlten aus dem Stamm der Verteidiger Hendric Menzel und der Stürmer André Heißenbüttel.

    In den ersten zehn Minuten sahen die Zuschauer eine stark pressend spielende Mannschaft des ETV. Die Abwehr des TVL hielt bis dahin wacker stand. Bei vereinzelten Kontern des TVL glückte aber kein erfolgreicher Abschluss. Bei 10:05 Min. und jeweils etwa eine Minute später gelangen den Hamburgern die ersten Treffer bis zum 0:4. Dann konnte Kapitän Dennis Heike in der 15. Min. auf 1:4 verkürzen. Acht Spielsekunden später musste er wegen eines etwas überhitzigen Körpereinsatzes für zwei Minuten auf der Strafbank Platz nehmen. Für die Defensivleistung der Lilienthaler sprach in dieser Phase, dass der ETV das Überzahlspiel nicht für einen Torerfolg nutzen konnte.

    Das 2. Drittel begann vielversprechend, nachdem der TVL nun etwas besser ins Spiel kam. Tobias Melde konnte auf Vorlage von Dennis Heike nach vier Minuten auf 2:5 verkürzen. In der achten Minute musste Kapitän Heike wieder für zwei Minuten auf die Strafbank; er hatte bei einer Freischlagentscheidung für Hamburg den Ball weggeschlagen: Spielverzögerung. In der Unterzahl spielte Marc Lubes frech auf und konnte das 3:7 markieren. Nach zwei weiteren Treffern von Lubes und Melde in der 17. Minute stand es nach dem 2. Drittel 5:9.

    Zumindest war es keine aussichtslose Lage für das Schlussdrittel. Nun aber zeigte sich die Übermacht des ETV. Bereits nach acht Minuten hatten die Gäste auf 5:13 erhöht. Bei einem Angriff der Hamburger verursachte Marc Lubes einen Stockschlag, der mit einem Penalty (mit begleitender Zweiminutenstrafe) für die Gegner belegt wurde. Dem Lilienthaler Torhüterersatz, Daniel Bruns, gelang es, den Penalty zu parieren, so musste Marc Lubes auf die Strafbank. In der 18. Minute gelang Lubes noch der 6. Lilienthaler Treffer, was beim Endstand von 6:18 allerdings nur noch eine kleine Ergebniskosmetik war.

    Als äußerst unschön für die Akteure und die Zuschauer erwies sich, dass sich während des Schlussdrittels das Spielfeld in eine Wasserfläche verwandelte. Während eines Regenschauers tropfte an etwa fünf unterschiedlichen Leckstellen Wasser von der Decke und machte den Hallenboden unbespielbar. Nur eine etwa 15minütige Spielunterbrechung mit ausgiebigem Wischeinsatz konnte die Partie vor dem endgültigen Abbruch bewahren.