Interview mit Günter Frese

    Im Vorfeld der Bundesligapartie zwischen den Lilienthaler Wölfen und BAT Berlin stand uns Günter Frese, Betreuer der Bundesligamannschaft, für ein kurzes Interview zur Verfügung.

     

    Welche Veränderungen siehst du in der Mannschaft über die letzten Jahre?

    Den “Kern der Wölfe” begleite ich ja nun seit etwa 10 Jahren. In dieser Zeit sind die gemeinschaftlichen Ansprüche, immer besser zu werden, ständig gestiegen. Dieser Leistungsanspruch bezieht sich sowohl auf die sportlichen ´Leistungen, als auch auf die Außendarstellung und in der Art, wie Spieltage und Events durchgeführt werden. Eine relativ neue Erfahrung ist die häufigere Integration von transferierten Spielern. Hier ist es eine ständige Herausforderung, das bislang sehr gut ausgeprägte “Wir-Gefühl” weiter hoch zu halten. Das ist nämlich der wesentliche Faktor, aus dem die Mannschaft in den vergangen Jahren ihre Kraft geschöpft hat.

     

    Was begeistert dich besonders an den Lilienthaler Wölfen, von denen du ja schon so lange ein Teil bist?

    Kurz nach der Stunde Null durfte ich erkennen, dass das ursprüngliche Floorballteam um den 90er-Jahrgang herum nicht nur eine normale Sportmannschaft war. Neben den Trainings gab es eine Vielzahl von Aktivitäten auf freundschaftlicher Basis, die zum Zusammenschweißen der Truppe beigetragen hat. Offene Arme, Neue vorbehaltlos zu integrieren gehörten insbesondere dazu.

     

    Was ist deiner Meinung nach das Rezept für den Erfolg in dieser Saison?

    Der Grundstock für den Erfolg wurde auch in den Vorjahren gelegt. Die Spieler haben gelernt, dass auch unbequeme Trainingsinhalte wichtig sind. Jetzt zahlt sich die mehrjährige Erstligaerfahrung der “Alten” aus. Ganz wesentlicher Faktor dürfte auch sein, dass mittlerweile alle gelernt haben, in der taktischen Größenordnung von 12 Spielern zu denken und zu handeln.

     

    Wie sind deine Erwartungen im Hinblick auf das Spiel gegen BAT Berlin?

    BAT Berlin hat uns trotz der vorher schon länger bestehenden Erfolgsserie aus dem Pokalwettbewerb geworfen. “Selbstlaufende Spiele” gibt es in der 1. FBL nicht. Das letzte Spiel gegen den Tabellenvorletzten SC DHfK Leipzig mit bislang nur 3 Punkten haben wir zwar gewonnen, aber nicht sehr deutlich. Spiele gegen Berlin waren in der Vergangenheit immer spannend und waren gut anzusehen. Ich erwarte einen knappen Sieg bei einer vorhergehenden sportlich hochklassigen und fairen Partie.