Deutlicher 12:4-Sieg gegen Köln lässt TVL in die Playoffs einziehen

    Köln. Der TV Lilienthal hat in der 2. MaXxPrint Floorball Bundesliga einen fulminanten Endspurt hingelegt. Am letzten Spieltag konnten die Lilienthaler – quasi auf der Zielgeraden – im großen Showdown am direkten Playoff-Konkurrenten ASV Köln vorbeiziehen. Durch einen spektakulären 12:4-Auswärtssieg gegen die Domstädter rückten sie auf den zweiten Tabellenplatz vor und nehmen damit zum zweiten Mal in Folge an den Playoffs teil.

     

    Die Zeichen vor dem spannenden Direktduell um das letzte Endrundenticket standen recht gut. Zwar konnte Spielertrainer Dennis Heike nicht auf seinen kompletten Kader zurückgreifen, dennoch passte nach dem grandiosen 18:6-Erfolg gegen den Westfälischen Floorball Club (WFC) eine Woche zuvor die Stimmung und das Selbstvertrauen. So machten sich zwölf auf einen Sieg fokussierte Spieler auf die lange Reise nach Köln. Im Gepäck hatten sie noch drei treue Fans als Zuschauer.

     

    Die bereits gegen den WFC umgestellten Blöcke machten sich auch in Köln bezahlt. Von Anfang an dominierte der TVL das Spielgeschehen und unterbrach durch frühes Pressing den Spielaufbau der Gegner. So kam man wieder und wieder zu sehr guten Abschlussmöglichkeiten, die allerdings Ex-Nationaltorhüter Jan Ehmann vom ASV Köln zu vereiteln wusste. Erst nach elf Spielminuten belohnten sich dann – mehr oder weniger – die Lilienthaler für ihre Angriffsbemühungen. Ein scharf in den Torraum gespielter Einschlag wurde von einem Kölner Abwehrspieler ins eigene Tor gelenkt.

    In den letzten zehn Minuten des ersten Drittels zeigte dann der TVL sein ganzes spielerisches Potenzial. Zwei sehenswerte Weitschüsse von Kapitän Dennis Heike (13:07) und Marc Lubes (13:33) markierten die Treffer zwei und drei. Im weiteren Spielverlauf besaß der ASV Köln durch zwei jeweils zweiminütige Überzahlsituationen die Chance den Rückstand zu verkürzen, wurde aber durch zwei Unterzahltore von Tobias Melde (16:49) und Dennis Heike (18:17) eiskalt bestraft. Nach einem ersten temporeichen Drittel gingen die Lilienthaler mit einer 5:1-Führung in die Drittelpause.

     

    Im zweiten Drittel wussten die Lilienthaler ihre Führung geschickt zu verteidigen. Durch das Herausnehmen des Spieltempos bauten sie konzentriert das Spiel von hinten auf und nahmen damit den Kölnern die Chance auf schnelle Tempogegenstöße. In der 29. Spielminute erzielte der wiedergenesene André Heißenbüttel den erneuten Fünf-Tore-Vorsprung, welcher aber nicht lange anhielt. Bereits 20 Sekunden später verkürzte der Finne Heikki Lotti auf 6:2 (29:04). Ein an sich nicht von vielen Toren geprägtes aber vom TVL sehr konzentriert geführtes zweites Drittel endete mit dem 7. Lilienthaler Treffer durch Ole Appenrodt (39:12).

     

    Im letzten Drittel wurde das Spiel zunehmend ruppiger und unfairer. Die Schiedsrichter wirkten diesem mit mehreren Strafminuten entgegen, konnten aber nicht immer für eine Beruhigung sorgen. Der TV Lilienthal ließ sich davon nicht beeinflussen und zog sein Spiel weiter durch. Man erhöhte nun wieder das Tempo und zeigte seinem Gegner erneut die Grenzen auf. André Heißenbüttel (44:37) und Dennis Heike (46:03) bauten den Vorsprung auf 9:2 weiter aus. Durch Florian Behler (49:57) kamen die Gastgeber zu ihrem dritten Tor, konnten aber keine große Schlussoffensive beginnen. In den letzten Minuten sorgte Niklas Krieger mit einem Doppelpack (52:10 und 53:58) für weiteren Jubel der mitgereisten Lilienthaler Fans. Den Schlusspunkt setzte Heikki Lotti mit dem Treffer zum 12:4-Endstand in der 57. Spielminute.

    Durch 2 Siege, damit 6 Punkten und 30 erzielten Toren in den letzten beiden Spielen legte der TV Lilienthal einen wirklich beachtlichen Endspurt hin. Nach Abschluss der regulären Spielzeit steht man nun punktgleich auf Tabellenplatz Zwei mit dem ASV Köln. Aber durch das um 17 Tore bessere Torverhältnis löst man zum zweiten Mal in Folge das Ticket für die Meisterschaftsendrunde. Im Kreuzvergleich mit der Ost-Staffel treffen die Lilienthaler nun in zwei Wochen (19. März – 18:00 Uhr) auf die Unihockey Igels Dresden. Gewinnen sie dort, erhalten sie die Möglichkeit um den Aufstieg in die 1. Bundesliga zu spielen.

     

    Für den TV Lilienthal: Ralf Hallerstede (Torhüter), Freya Mordhorst (Torhüterin), Dennis Heike (3 Tore, 1 Assist), Niklas Krieger (2, 2), André Heißenbüttel (2, 0), Marc Lubes (1, 2), Tobias Melde (1, 0), Ole Appenrodt (2, 0), Nils Frese, Lisa Entelmann